Eine drei Parteienkoalition als Minderheitsregierung hat doch funktioniert. Die demokratische FDP hat sich erst von der AfD zur Lachnummer machen lassen und sich dann zum schmollen nicht an einer möglichen konstruktiven Zusammenarbeit mit der Regierung beteiligt. Die CDU ist ganz opportunistisch reingegangen. Sie haben am Anfang R2G geduldet und sich dann nicht an die Abmachungen mit Neuwahlen gehalten, weil sie Angst um ihre Abschneiden hatten. Ohne die CDU hätte es nur Neuwahlen von Höckes gnaden geben können. Regelmäßig hat die CDU Fraktion mit der Regierung erst Kompromisse ausgehandelt um dann genau diese als ausbrechenden Kommunismus zu kritisieren. Statt staatstragend gemeinsame Lösung zu finden, hatten sie kein Problem mit der Höcke-AfD zu stimmen. Am Ende haben sie die Legislaturperiode ausgesessen.
Das BSW besteht aus dem Personal der Linken. Katja Wolf war bis vor ein paar Monaten noch in der Linken und als Linke Oberbürgermeisterin in Eisenach. Die Programme unterscheiden sich nicht groß, also wieso gibt es bei der CDU keine Unvereinbarkeitsklausel mit dem BSW? Nur weil die nicht Gendern oder haben die ein schöneres Logo? Ideologisch kann diese Brandmauer ja nicht sein.
Das BSW ist angeblich Angetreten um Höcke zu verhindern. Hätten genau diese Leute doch in der Linken, mit dem beliebtesten Politiker in Thüringen machen können. Jetzt ziehen sie dem linken Lager stimmen ab und eben nicht der AfD.
Und sind wir doch mal ehrlich: Wagenknecht kann gar nicht wollen, dass ihre Partei in einer Landesregierung endet. Damit verliert sie den Status als Protestpartei und kann nicht mehr gegen die da Oben wettern.
Genau deswegen und weil die Frage nach Krieg und Frieden für ihre Eso-Friedensbewegten-Spinner so wichtig ist, wird sie die Frage nach einer anderen Haltung zu Russland-Ukraine der CDU abverlangen wollen. Mit Kretschmer in Sachen ist das vielleicht möglich, aber ich sehe nicht wie Voigt über diesen Stock springt.
Ich sehe nicht wie das BSW die Lage vereinfacht, außerdem gehe davon aus dass das BSW am Ende schlechter abschneidet als es zwischenzeitlich aus sah.