Deutsche Fußballnationalmannschaft #2

„Wir brauchen für den offensiveren Part ein etwas anderes Profil, aber einer von beiden hat auf jeden Fall gute Chancen zu spielen. Pavlo ist super-konstant, spielt fast immer das gleiche Niveau. Felix hat mehr Ausreißer nach unten, aber auch nach oben ganz besondere Momente. Er hat unfassbar beeindruckende physische Voraussetzungen, ist brutal schnell, groß, super-beweglich, einer der wenigen Mittelfeldspieler, die im Stand einen Spagat nach oben machen können. Seiner Leistung fehlt noch Konstanz, diese Wellen muss er glätten. Pavlo spielt immer den gleichen Stiefel. Das klingt negativ, ist aber sehr positiv gemeint. Denn für einen Trainer ist es nicht schlecht, wenn du auf eine gewisse Verlässlichkeit zurückgreifen kannst.“

„Wir vermissen in Deutschland schon einen richtig stabilen, zweikampfstarken Sechser – auch in der Luft. Ich habe sehr viele Spiele von verschiedensten Sechserkandidaten angeschaut. Aber dieses Profil, dass einer in der Luft richtig abräumt und eine gewisse Physis mitbringt, haben wir kaum. Das sind alles sehr ähnliche Spielertypen: Pascal Groß, Angelo Stiller, Pavlovic, Nmecha, selbst Robert Andrich – die wollen alle den Ball. Sie brauchen immer einen Partner neben sich, mit dem sie sich abstimmen. Das gilt im Übrigen auch für Joshua Kimmich. Der eine kippt, der andere bleibt auf der Sechs, dann kippt der andere, dann bleibt der eine auf der Sechs. Ich habe tatsächlich elf Sechser auf meiner Liste. Alles Weltklasse-Fußballer, aber alle mit einer ähnlichen Grundstruktur.“

„Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali. Weil er einer ist, der auch in den Sechzehner geht, der kopfballstark ist und eine gute Wucht mitbringt. Ich erinnere nur an das Spiel gegen Nordirland: Wenn er da nicht gespielt hätte, hätten wir garantiert nicht gewonnen, weil er 60 Bälle weggeköpft hat. Es wird auch bei der WM Momente geben, in denen wir pressen und wo der Gegner dann lange Bälle spielt“

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Ist ja genau die Argumentationskette, die man irgendwo vlt ein Stück (nicht zwingend ganz) nachvollziehen kann.

Auch El Mala, der für den 1. FC Köln in dieser Saison schon an zwölf Toren direkt beteiligt war, aber weniger Minuten auf dem Platz stand als Karl für die Münchner, wartet auf sein erstes Spiel unter Nagelsmann. „Es ist noch mal ein Unterschied, ob du bei Bayern oder bei Köln bist. Er muss einfach mehr Spielzeit bekommen in Köln. Und diese Ansage richtet sich nicht an Lukas Kwasniok, weil ich ihn als einen Trainer kennengelernt habe, der genau beobachtet, was er für sein Spiel benötigt, auch in der Defensive. Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet. (…) Ein Trainer verzichtet nicht freiwillig auf seinen Top-Spieler, sondern er tut dies, wenn er denkt, dass dieser ihm vielleicht manchmal nicht das gibt, was er für das jeweilige Spiel braucht.“

Für Nagelsmann ist klar, wenn es um die WM-Chancen von jungen Spielern geht: „Ich finde, da muss man Tom Bischof, Lennart Karl oder Aleks Pavlovic ein bisschen anders bewerten, weil die Kaderstruktur bei Bayern eine andere ist als in Köln.“ RB Leipzigs Leihspieler Brajan Gruda zählt ebenfalls Deutschlands wertvollsten Talenten bis 21 Jahre – er stand 2024 kurz davor, in den EM-Kader zu springen. „Ich finde, er macht es ordentlich jetzt bei Leipzig. Ich hatte ihn ja schon mal dabei in der Vorbereitung auf die Heim-EM. Er bringt viel mit, aber ich glaube, er hatte damals noch gar nicht so richtig begriffen, dass es für ihn die Chance gab, bei einer Heim-EM dabei zu sein. Am Ende geht es darum, dass mehr Tore und Vorlagen bei ihm herauskommen. Noch ist das für seine Qualität zu wenig“, sagt Nagelsmann. In vier Wochen wird Fußball-Deutschland um einiges schlauer sein, denn „der März-Kader und das WM-Aufgebot“ werden laut dem Bundestrainer „artverwandt“ sein.

Finde auch das total fair und richtig. Bringt auch den richtigen Kontext rein, dass Spieler nicht nur, weil sie bei Verein X oder Y ganz gut spielen, gleich das Niveau dafür mitbringen, eine WM zu spielen - schließt es aber auch nicht kategorisch aus.

Das macht schon ein bisschen Angst, wenn er wirklich denkt, dass das die gleichen Spielertypen sind :smiley:

Goretzka :joy:

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Mir macht es angst, wenn man ähnlich mit gleich verwechselt :mond:

Was macht dir da Angst?

Wird halt nen WM fail mit Ansage.
Jule einfach kein guter trainer

Soll Jule mal nen Beispiel nennen welchen Typ 6er er will. Kann mir nicht vorstellen was er eigentlich will.

Wer wäre denn deine Alternative?

Inb4

Zusammenfassung

:edin:

Es boykottieren doch wohl alle die WM, oder?

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Lese im Nagler-Interview nur, wie der Bundestrainer nach fadenscheinigen Argumenten sucht, um Spieler des FC Bayern aufzustellen.

Nee spaß, ist schon größenteils nachvollziehbar was Bundesjule da erzählt.

Die Auflistung der vermeintlich ähnlichen Spielertypen ist aber schon wild.

Ähnlich bedeutet natürlich nicht „gleich“

Aber was bedeutet denn für dich ähnlich in diesem Kontext? Reicht es, wenn die genannten Spieler auf der gleichen Grundposition (nicht Spielerrolle) spielen?

Ja dann ist Pascal Groß auf jeden Fall ein ähnlicher Spielertyp wie Felix Nmecha. Und Stiller sowie Andrich sind dann natürlich auch ähnlich zu Nmecha. :lul:

Findest Du?

Komplett unnötig dieses Interview zu führen.
Leider hat Nagelsmann - abgesehen von seiner pep’schen Krankheit in wichtigen Spielen den Ultrahack Auspacken zu wollen - wohl einen Geltungsdrang, um auch bloß weiterhin in den Medien stattfinden zu können.
Dazu Aussagen getätigt, die statistisch einfach falsch sind.

Gepaart mit den Gerüchten um die Freundschaften zu Kimmich und Goretzka schon ein bisschen 'n Geschmäckle.

Für mich war die kurze Aufbruchstimmung schon Recht früh verflogenm.nach dem Ausruf des Leistungsprinzips folgt Recht schnell eine Abkehr in alte Muster.
(Mir sind natürlich hauptsächlich die VfB Themen aufgefallen)

Es hat vor der EM angefangen als can nach nominiert wurde statt stiller. Klar etwas anderes Profil aber der Ausfall war doch Pavlo oder? Da wäre Stiller der 1:1 Ersatz gewesen. Dazu kommt das can echt schlecht war in dem Jahr und stiller seinen Durchbruch und brutal gut ( DataMB oder Comparisonator hatten ihn als Komplettesten U23 zentralen MF der too 5 liegen)

Im tunier wurden dann auch immer mehr die alten eingewechselt, beispielswiese kam im Spanien Spiel ein Müller der einfach washed war anstatt von Undav der damals auch wieder der beste deutsche Stürmer war. (Klar kannst du hier mit Erfahrung etc kommen)

Ich weiß es gibt Argumente für alle Entscheidungen aber das hat dann nichts mehr mit neuer Schwung von jungen, Leistungsprinzip und start einer neuen Ära zu tun.

Mir geht es jetzt nicht unbedingt darum zu sagen das diese Entscheidungen falsch waren, dafür gibt es Argumente, mir geht es nur darum das diese frische Aufbruchstimmung damit irgendwie wieder weg war. Ist vielleicht nur für mich mit VfB Bezug so aber man hat schon das Gefühl das allgemeine er kurze Hype weg ist

Liegt aber auch daran, dass jetzt ewig kein NM Spiel war. Nations League und Quali Spiele jucken halt iwie niemanden und es fühlt sich auch immer so an, als würde da mit 50% gespielt werden. Fande die EM damals schon gut und richtige Richtung, wenn das jetzt aber wieder ne bayern n11 wird, dann gibts den nächsten grund, die WM zu boykottieren :D

Das Problem ist halt, dass wir jetzt 2 Jahre unseres Lebens mit Sane, Gnabry, Goretzka verschwendet haben, nur um dann vor der WM festzustellen, dass die Alternativen zu wenig Erfahrung haben.

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Ich finde seine Begründung bzw. Erklärung bei der Selektion zumindest nachvollziehbarer als vor dem Interview.

Ich wollte damit aber nicht suggerieren, dass ich es für richtig halte, was Nagler da geplant hat. :D

Mo dahoud

Und Götze für den besonderen WM Flavor

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Im Gegensatz zum Natz Hummels Schmock ne ehrliche Liebe.

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