Magst du, wenn es nicht zu sehr off-topic ist und du Lust hast, es etwas näher erläutern?
Finde ich ein spannendes Thema und habe in dem Bereich absolut keine Ahnung, wie die Zusammenhänge sind.
Magst du, wenn es nicht zu sehr off-topic ist und du Lust hast, es etwas näher erläutern?
Finde ich ein spannendes Thema und habe in dem Bereich absolut keine Ahnung, wie die Zusammenhänge sind.
Wir suchen gerade jemand für n sechsmonatiges Praktikum … 
Ehrlicherweise ist es sowohl sehr off-topic, als auch so kompliziert, dass ich mir nicht zutraue, es für einen Laien so darzustellen, dass es verständlich aber inhaltlich korrekt bleibt.
Der Autor des Artikels hat nach kurzer Recherche ja schon oft was über Pharma gemacht, hat also zumindest mal etwas Ahnung (Einschätzung meinerseits).
Er versucht selbst das gut für „die Masse“ zu abstrahieren. Meiner Meinung nach verpasst er es aber auf die vielen verschiedenen Preisebenen bei Arzneimitteln hinzuweisen oder sie zumindest einzuordnen. Ganz ganz ganz grob vereinfacht: Das, was der Apotheker in seiner Software in der Apotheke als Preis sieht, ist nicht das, was die Krankenkasse bezahlt.
Weder in Deutschland, noch in den USA.
Hierzu nur ganz kurz:
Tatsächlich sind Arzneimittelpreise in nahezu allen Industriestaaten ein großes Geheimnis.
Das ist in Deutschland NICHT der Fall. Alle Preise sind öffentlich einsehbar. Auch der Erstattungsbetrag (das, was der Pharmazeutische Unternehmer tatsächlich bekommt).
Außerdem gibt es in Deutschland leidglich die ersten sechs Monate nach Markteinführung eines Arzneimittels eine komplett freie Preisbildung aka Big Pharma verlangt eine Quadrillionen für eine Pille.
Ab dem 1. Tag des 7. Monats greifen Mechanismen zur Preisregulierung und die nicht zu knapp.
/e:
Davon abgesehen: TrumpRx ist natürlich populistischer Käse und Augenwischerei.
Ich verstehe dass man als Laie die Preisgestaltung nicht im Detail verstehen kann.
Aber wie kann man rational erklären, dass ein Medikament in Deutschland 647 Euro kostet und in den USA 175 Euro?
Und warum ist trumprx populistischer Käse? Meinst du damit die ganze Aufmachung von Trump und seine maßlose Übertreibung, die einfach nur noch lächerlich ist? Denn dadurch wurden doch die Preise für Medikamente in den USA wirklich stark gesenkt, oder?
Sucht ihr einen Praktikanten, der im Vertrieb tätig ist? :D Sehe uns beide schon die nächste Opioidkrise einleiten, während wir auf unserer gekauften Insel chillen. Komme laut meinen Daten vor allem bei Frauen 30-40 und 60-70 sehr gut an, müsstest also irgendetwas in die Richtung entwickeln :D.
Okay, kann ich verstehen, dass das sehr kompliziert wird.
Mit der Aptoheke bin ich jetzt aber etwas verwirrt. Also Apotheker sieht Medikament kostet 10€ in seinem System, aber KK zahlt nur 5€. Wer zahlt dann die Differenz? Wenn es Leseartikel dazu gibt, lese ich mir das gerne durch :).
Wusste ich bis zu dem Artikel auch nicht, dass die Preise so ein großes Geheimnis sind in fast allen Ländern. Schon verrückt finde ich.
Aber wieder was dazu gelernt. Finde ich sehr gut, dass ab dem 7. Monat eine Regulierung bei uns statt findet und die Unternehmen nicht einfach frei „durchdrehen“ können.
Danke für deinen Input :)
Thema imo gern auslagern. Nicht, weil ich’s nicht lesen möchte, sondern weil’s interessant ist und einen eigenen Thread verdient hat.
Mods, werden Sie tätig!
Unter anderem der pharmazeutische Unternehmer und die Apotheke.
Die kurze Antwort: Es kostet in Deutschland auch keine 647 Euro.
Die lange Antwort: Ich kann dir über die Preisgestaltung von Pfizer keine Auskunft geben, da ich nicht für Pfizer arbeite. Der hohe Listenpreis dient(e) hier vermutlich dazu um den Preis in anderen Ländern zu schützen (Viele Länder referenzieren bei ihrer Arzneimittelpreisbildung den deutschen Listenpreis.).
Das was hier suggeriert wird ist, dass ein Deutscher in die Apotheke geht und privat eine Spritze Adalimumab kauft. Dafür müsste er dann 647 Euro bezahlen. Das passiert aber nicht, da in Deutschland die Krankenkasse dafür bezahlt. Die bezahlt widerum aber nicht den Listenpreis (siehe Ausführung oben). Dazu kommt, dass auch Pfizer für ihr Adalimumab-Präparat Rabattverträge mit Krankenkassen abgeschlossen hat. Der faktische Preis, den Pfizer für ihr Adalimumab in Deutschland bekommt, dürfte nah an dem liegen, was in den USA aufgerufen wird (Spekulation meinerseits).
Unabhängig davon gibt es auch auf Listenpreis-Ebene bereits deutlich günstigere Adalimumab-Präparate als das von Pfizer.
TrumpRx ist für Menschen, die aus eigener Tasche Arzneimittel direkt beim Hersteller kaufen, Medicare und Medicaid sind davon ja ausgenommen. Und nur weil die Listenpreise in den USA immer höher sind/waren, heißt es nicht, dass es keine versteckten Rabatten gab und die tatsächlichen Preise deutlich niedriger sind/waren. Das weiß auch Trump (hoffe ich?).
Alles in allem entspricht diese Art der Arzneipreisbildung aber nicht der Situation, wie sie in Deutschland vorherrscht (siehe Ausführungen oben). Das macht eine Vergleichbarkeit der Preise schon deshalb schwierig.
Dagegen. Wer mehr wissen will, kann mir ne PN schreiben und ich beantworte sie (vielleicht).
Die Ausführungen werfen dann aber auch ein ganz schlechtes Licht auf die Tagesschau. Denn man sollte ja meinen, jemand der dort einen solchen Beitrag verfasst ist vom Fach, steckt in der Materie drin und erzählt nicht so einen verkürzt-populitischen Quatsch.
Die Tagesschau bezieht sich ja auf eine Recherche von WDR, NDR, SZ und New York Times. Denen würde ich pauschal schon Fachwissen zutrauen
Ja gut das ist doch aber bei jedem Produkt so, z.b. auch Auto Industrie. Nur das da eben kein Leben davon abhängt.
Die hohen Preise werden ja immer mit den hohen Innovations und Zulassungskosten argumentiert. Dadurch, dass es wie überall aber immer weniger und größere Pharma Unternehmen gibt, ist eben die Preisgestaltung dort eben immer mehr Gewinnmaximierung der Anteilsnehmer.
Meiner persönlichen Meinung sollte es eben auch keine Pharma AGs geben.
Eine AG ist immer schlecht für den Endkonsumenten der ein gutes pl Produkt will.
Fände ein eigenes Themen dazu auch toll.
Das würde ich zurückweisen wollen.
Der Artikel verpasst vielleicht an ein oder zwei Stellen eine weitere, tiefere Ebene aufzumachen. In den wichtigsten Aspekten weist er aber dennoch auf die Unsicherheiten der Analyse hin.
Ich wollte übrigens auch niemals ausdrücken, dass die Preise in den USA nicht höher sind als in Deutschland, vielleicht auch teilweise überhöht (ohne alle geheimen Rabatte zu kennen). Meine ursprüngliche Aussage war, Kritik an den Preisen zu pauschalisieren greift zu kurz.
In den USA gibt es einfach kein so gut funktionierendes (Regulations-)System was das angeht. In der Hinsicht ist Deutschland einfach extrem privilegiert.