Anschlag in Magdeburg

Es gab sogar eine Gefährderansprache :D bzw 2 eigentlich 3

Der mutmaßliche Täter von Magdeburg hat vor der Tat von der Polizei zwei Gefährderansprachen erhalten – eine im Herbst 2023 und eine im Oktober dieses Jahres. Dazwischen hätte es sogar noch eine weitere geben sollen.

Geh doch einfach mal die Posts von So4p durch und lies Dir das Versagen der Behörden durch. Wurde hier ausreichend diskutiert.

Anscheinend hast Du dich mit dem Fall null auseinandergesetzt, wenn Du von keiner Gefährderansprache ausgehst.

Zum Thema Polizei:
Ganz gleich, ob er den Täter aufgehalten hätte oder nicht. Das Sicherheitskonzept wurde nicht ohne Grund erarbeitet, und wenn man meint, man müsste sich nicht daran halten, dann kann man es direkt sein lassen. Sollte unbedingt verfolgt werden, aber auch nur das letzte Teil einer mMn Fehlerkette.

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Mein Stand war, dass die versucht haben die Ansprache durchzuziehen und dann nur einen Brief geschickt haben. Das finde (fand) ich nicht optimal. Mir fehlt nach wie vor eine klare Ansage, welche Behörde hier inwiefern versagt hat. Ist aber nun auch nicht so wild. Weitermachen!

Eine Gefährderansprache erfolgt in der Regel per Schreiben. Sehe auch nicht wie das hier irgendwas gebracht hat/hätte.

Das ist halt eher ein Mittel z.b. bei bestimmten Gruppen von „Demonstranten“ oder Hooligans etc.

Noch einmal ganz konkret auf diesen Post bezogen: wo liegt das Versagen deiner Meinung nach vor?
Ich weiß nicht ob sich die Warnungen vor einem Anschlag auf die Twitter Posts beziehen oder ob es da noch mehr gab: Aber das ganze war vor 9 (!) Jahren. Anscheinend ging das BKA damals davon aus, dass keine Gefahr bestand - und damit hatten sie doch völlig recht?
Der Täter hat doch nicht 9 Jahre lang an diesem Anschlag geplant. Damals waren das nur leere Drohungen.

Vielleicht ist das in deinem Bundesland so aber bei uns wird eine gefährderansprache nie per Post verschickt, sondern persönlich übergeben.
Ziel ist es auch dass die Person die schriftliche Ausführung der gefährderansprache unterschreibt und als Kopie annimmt (muss er natürlich nicht und kann es verweigern)

Nur wenn man eine Person mehrere Male an mehreren Tagen nicht persönlich antrifft wird das Schreiben in den Briefkasten geworfen

kannst du in ein, zwei Sätzen beschreiben, wie man sich so eine Ansprache vorzustellen hat?

https://www.krimpedia.de/Gefährderansprache

Eine Gefährderansprache ist ein konfrontatives Gespräch, das von der Polizei mit einem Menschen geführt wird, der noch nicht straffällig geworden ist, aber als potenzieller Gefährder eingestuft wird. Damit soll verdeutlicht werden, dass die betroffene Person unter behördlicher Beobachtung steht.
[…]
Die Ansprache kann standardisiert oder situativ erfolgen. Erstere findet mündlich oder schriftlich und meist unangekündigt im Wohnumfeld des Gefährders statt.

Meiner Erfahrung nach bringt das absolut gar nichts.
Die meisten öffnen dir die Tür nicht oder knallen sie dir vor der Nase wieder zu. Dann schmeißt du den Lappen in den Briefkasten in dem Wissen dass der Typ das Ding direkt zerreißt.
Es gibt keine Verpflichtung dass die Person eine gefährderansprache anhört.

Und wenn er sich sie anhört, lacht er sich meist kaputt weil du halt so Sachen sagst wie „wir wissen dass du das und das getan hast (in dem konkreten Fall diese Posts auf Twitter), bitte unterlasse das in der Zukunft ansonsten machst du dich eventuell strafbar.“

Solche „Du-Du-Du-Du“-erhobener-Zeigefinger Belehrungen gehen den meisten am arsch vorbei.

Anderes Beispiel: bei häuslicher Gewalt soll man eigentlich zwingend beim Ehemann eine gefährderansprache machen. Oft führt es aber dazu, dass die Gewalt gegen die Frau dadurch gesteigert wird.
Eine gefähderansprache kann also auch genau das Gegenteil bewirken, dass der Täter denkt „jetzt erst recht, euch zeige ich es“ oder in dem Fall der Ehefrau, dass sie dann als stärker unter Gewalt leiden muss.

Naja, ich habe es deutlich gemacht. Für mich sind gefährderansprachen eher sinnlos und sogar manchmal kontraproduktiv.
Auf der anderen Seite ist es halt ein schnell gemachte und milde „Eingriffsmaßnahme“

Für mich aber eher aus der Kategorie „Man tut es, um zu zeigen, dass man was getan hat“

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Denke, dass das Konzept der gefährderansprache einfach veraltet ist oder? Die Menschen sind heutzutage einfach wesentlich weniger Staatstreu oder gehorsam gegenüber Behörden als noch vor 50 Jahren. Kann mir vorstellen, dass das früher durchaus ein halbwegs effizientes Mittel war, aber heutzutage einfach nicht mehr zieht, da sich die Haltung der Bevölkerung zum Staat durchaus geändert hat.

So alt ist das Mittel mwn noch nicht. Wurde glaube erst nach dem 11. September 2001 eingeführt.

Ahh Okay. Danke für die Info. Dachte, dass es das schon länger gibt :slightly_smiling_face:

Hättest mal meinen Link oben angeklickt :joy:

Hatte nur deinen Ausschnitt gelesen :sweat_smile:

Den Sicherheitsbehörden sollen bereits mehrere Wochen vor dem Anschlag von Magdeburg Informationen zu Lücken im Sicherheitskonzept vorgelegen haben. Das berichtet die „Volksstimme“ aus Magdeburg. Demnach habe der Veranstalter bereits am 29. November die Polizei auf eine Lücke hingewiesen, die der spätere Täter bei seiner Autofahrt über den Weihnachtsmarkt genutzt habe.

Wortwörtlich soll der Veranstalter dabei in einer E-Mail gewarnt haben, dass verschiedene Fahrzeuge der Polizei falsch aufgestellt seien: "Im Bereich der Hartstraße stehen die Fahrzeuge teilweise immer wieder an der falschen Position […] Ich habe die Kollegen nett angesprochen und sie sagten mir, dass sie O-Ton: ‚keine Informationen zum Einsatz hier haben‘".

Na hallo.

Mit ip-adressenspeicherung oder biometrischer gesichtserkennung wäre das nicht passiert.

:aktionismus_face:

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Also ich würde eigentlich jede Wette eingehen, dass am Ende einfach niemand verantwortlich ist. Es wäre auch nur ein weiterer Aufzählungspunkt nach all dem Versagen, der fehlenden Aufklärung und Übernahme von Verantwortung in der Vergangenheit (Loveparade, Breitscheidtplatz, …). Die Liste ist unendlich lang, das Vertrauen ist ohnehin nicht mehr da.

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Wow, best i can do is erstmal aufs aller Schwärfste verurteilen.

Ernsthaft, wie kann sowas passieren…

Carsten Linnemann fordert in Zusammenhang mit dem Attentat nun ein Register für psychisch Kranke.

Was für ein menschenverachtender Bullshit. Ich kann wirklich nicht so viel kotzen wie ich möchte bei solchen Aussagen

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Fakt ist man hat keine Lösung und ist auch nicht daran interessiert.
Schuld hat auch niemand da xy Behörden eh vorher und hinterher versagt haben

Ist halt 1:1 Zeit des Nationalsozialismus.

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