Meiner Erfahrung nach bringt das absolut gar nichts.
Die meisten öffnen dir die Tür nicht oder knallen sie dir vor der Nase wieder zu. Dann schmeißt du den Lappen in den Briefkasten in dem Wissen dass der Typ das Ding direkt zerreißt.
Es gibt keine Verpflichtung dass die Person eine gefährderansprache anhört.
Und wenn er sich sie anhört, lacht er sich meist kaputt weil du halt so Sachen sagst wie „wir wissen dass du das und das getan hast (in dem konkreten Fall diese Posts auf Twitter), bitte unterlasse das in der Zukunft ansonsten machst du dich eventuell strafbar.“
Solche „Du-Du-Du-Du“-erhobener-Zeigefinger Belehrungen gehen den meisten am arsch vorbei.
Anderes Beispiel: bei häuslicher Gewalt soll man eigentlich zwingend beim Ehemann eine gefährderansprache machen. Oft führt es aber dazu, dass die Gewalt gegen die Frau dadurch gesteigert wird.
Eine gefähderansprache kann also auch genau das Gegenteil bewirken, dass der Täter denkt „jetzt erst recht, euch zeige ich es“ oder in dem Fall der Ehefrau, dass sie dann als stärker unter Gewalt leiden muss.
Naja, ich habe es deutlich gemacht. Für mich sind gefährderansprachen eher sinnlos und sogar manchmal kontraproduktiv.
Auf der anderen Seite ist es halt ein schnell gemachte und milde „Eingriffsmaßnahme“
Für mich aber eher aus der Kategorie „Man tut es, um zu zeigen, dass man was getan hat“