Lehrer die es nicht schaffen verbeamtet zu werden gehen oft an Privatschulen ,(vermute ich)
+das Gehalt an Privatschulen ist oftmals deutlich geringer, zumindest hier in der Region. DafĂŒr (kann) das Arbeitsumfeld aber auch angenehmer sein.
Ich sehe aber eher LehrkrĂ€fte, die einige Jahre an einer Privatschule unterrichtet haben und dann wieder zurĂŒck zu einer öffentliche Schule gewechselt sind.
wĂŒrde ne Waldorfschule empfehlen. Dann lernen die Kinder, ihren Namen zu tanzen und, dass Impfung doof ist. Eben alles, was wichtig ist im Leben
Vor zehn Jahren kamen mal welche vom Schulamt an eine Grundschule hier, weil es drunter und drĂŒber ging. Als jede Kollegin mal sagen sollte, wie es ihr gerade so geht, hat die HĂ€lfte angefangen zu heulen. Der Beruf hat nicht ohne Grund eine der höchsten Burnoutquoten, aber joa, an jeder Party werden die Lehrer belĂ€chelt.
Die Frage ist ja warum.
Ist ja nicht das Traumland, wo a) nur die Lehrer werden, deren Traum es schon immer war, Kindern Wissen & Soziales beizubringen b) die, die es tun, total toll incentiviert sindâŠ
Das Ganze dann gepaart mit einem nicht optimalen Curriculum, Strukturen und anderen sozioökonomischen Faktoren.
Yay⊠macht richtig Hoffnung
Ich verstehe den Sinn von den meisten Privatschulen irgendwie nicht so ganz. FĂŒr mich ist das einer der gröĂten Fehler im Schulsystem. Die meisten Privatschulen/Ersatzschulen decken ihre laufenden Kosten teilweise zu 90% !!! ĂŒber staatliche ZuschĂŒsse. Warum also private Einrichtungen da mit Geld zuscheiĂen anstatt das Geld zu nutzen um die staatlichen Schulen zu verbessern. Zeigt auch der Anstieg an Privatschulen⊠ist einfach ein System den Staat legal auszunehmen. âHey ich habe ein tolles pĂ€dagogisches Konzept gib mir Geld!!!â Ich verstehs einfach nicht.
Das ist allein von den Anzahl der Schulen und PlÀtze nicht möglich. Totaler Quatsch
In der Tat
Es sind 9% aller SuS
12 % der allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen - Statistisches Bundesamt
Satz zu Ende lesen. Geht um den Grund wieso sie da sind, nicht um den Anteil aller SchĂŒler.
Vielleicht war der Satzbau stpĂ€t am Abend etwas ungĂŒnstig xD
@DerEinzigWahreLego1 und @pistons3 haben dir schon die Antwort gegeben.
Lehrer werden wĂ€hrend der Studienzeit hĂ€ufig belĂ€chelt, weil sie einen âSchmalspur-Studiengangâ studieren, also keines der, mindestens, 3 FĂ€cher ârichtigâ. Das sieht eben fĂŒr 100%-Bachelor/Master billig ist. Ist ja aber logisch, dass man bei 3 FĂ€chern im Vergleich zu einem, nicht alle Vorlesungen und Seminare als angehender Lehrer mitnimmt. Hier fĂ€ngt das Problem des BelĂ€chelns also schon, bei Mitstudierenden, an. Geht dann natĂŒrlich weiter im Job wenn man morgens recht und mittags frei hat. Ferien hat man natĂŒrlich auch zu viele und generell ist mein ĂŒberbezahltes faules Schwein. Jeder mein er kann den Beruf beurteilen, da er selbst mal in der Schule war und hat daher auch eine Meinung zum Beruf.
Ja, mein Gott. Ganz ehrlich, auch wenn es nicht schön ist, prallt sowas mittlerweile meistens an mir ab und ich belĂ€chle die Leute. Ist fĂŒr mich ein optimaler Idiotenfilter. Aber natĂŒrlich isses nervig, schade und enttĂ€uschend, da man meiner Meinung nach einen wichtigen Beruf ausĂŒbt. Man muss sich aber auch fragen, wo dieser Stereotyp herkommt. Irgendwo hat ja alles seinen wahren Kern.
Wenn ich mich bei befreundeten LehrkrĂ€ften umschaue, sind es an den Vollzeitschulen eben hĂ€ufig jene, die nach Sicherheit streben. Schule kennt man, es hat einem SpaĂ gemacht, also bleibt man dort. Die Bezahlung ist auch sehr gut, also warum nicht? FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass einige niemals was anderes gesehen haben. Und um ehrlich zu sein merke ich das auch vermehrt bei Kollegen und Kolleginnen, bei denen das der Fall ist (nicht im positiven Sinne)
Ich wag mir hier mal ein Urteil zu erlauben: LehrkrĂ€fte jammern auch unglaublich gerne. Gerade diejenigen, die dann auch noch eine extreme intrinsische Motivation haben und nicht nur nach dem Pareto-Prinzip arbeiten, was in den meisten FĂ€llen völlig ausreicht, können sich dann zusĂ€tzlich hĂ€ufig auch nicht abgrenzen und mal âneinâ sagen. Das sind dann diejenigen, die um 8 Uhr abends noch ElterngesprĂ€che fĂŒhren, in Whatsappgruppen mit den Eltern sind etc. Wenn du den Beruf so angehst, gehst du dran kaputt. Wenn du 7 Klassen hast, a 30 SchĂŒlern, dann hast du 210 Elternpaare, die AnsprĂŒche an dich stellen. Selbst wenn nur 30% aktiv AnsprĂŒche an dich stellen, kannst du dem, in unserem System, niemals gerecht werden.
âNeinâ sagen ist so unfassbar wichtig in dem Beruf, aber es können so wenige. Wenn du das nicht kannst, wirst du mit völlig ĂŒberzogener Arbeit ĂŒberhĂ€uft. Mal ein kleines Beispiel:
2 Kollegen und ich kĂŒmmern uns um die gesamte IT in der Schule. Also 270 Rechner, 60 AppleTV, 60 Visualizer, 60 Fernseher, entsprechende Verkabelung, Verwaltung der Lehrplattform mit EMails, Chat, Dateiablagesystem, Ticketsystem, Rollen- und Gruppenzuweisungen etc. ZusĂ€tzlich implementieren wir neue Technik, kommunizieren mit Dienstleistern von AuĂen, koordinieren diese und sind Schnittstelle zwischen Kollegium und Schulleitung in IT-Fragen. FĂŒr all das bekommen wir pro Woche insgesamt 25h Arbeitszeit. Wir haben zusĂ€tzlich noch 1800 Ipads an der Schule, um die wir uns nicht kĂŒmmern. Die wurden im Rahmen des Digitalpakts angeschafft, ohne sich die Frage zu stellen, wer die Teile verwaltet. Auf uns wurde förmlich druck ausgeĂŒbt, dass wir die fĂŒr 3h(!!!) Arbeitszeit mehr pro Woche doch ab jetzt bitte alle verwalten sollen. Also Support, Ausgabe, MDM, etc.
Nach heftigem Streit mit der Schulleitung mussten wir es am Ende nicht ĂŒbernehmen, da wir gedroht haben alle die IT-Stunden abzugeben und nichts mehr zu machen. Ein GroĂteil der LehrkrĂ€fte knicken dann bei sowas ein und ĂŒbernehme es halt. Kein Wunder sind die dann komplett ĂŒberbelastet. Das, in dem Fall, fachfremde TĂ€tigkeiten von LehrkrĂ€ften ĂŒbernommen werden mĂŒssen, ist eh noch mal ein kompletter Systemfehler.
Der Beruf ist trotzdem nice und ich bereue nichts. Man muss aber eben dafĂŒr âgemachtâ sein und das sind wirklich viele nicht.
fyp
Wegen der schlechten Lehrer gibtâs doch die ganzen Idioten in diesem Land erst
die Kinder fielen allerdings bereits vor Jahrzehnten in diverse Brunnen
Ich teile alle deine Ansichten aber eigentlich hat ein Arbeitgeber eine FĂŒhrsorgepflicht fĂŒr seine Arbeitnehmer. Pauschal zu sagen, die Arbeitnehmer sind schuld wenn sie nicht nein sagen, ist zu einfach. Gerade diese Mehrarbeit mit Eltern und Kindern machen ja einen guten Lehrer aus, da er somit Leben von Kindern in die richtige Richtung leiten können oder in extrem Situationen helfen können.
Aktuell gibt es ja so viele AusfĂ€lle in Schulen, da die FĂŒrsorge nicht einhalten wird.
Das nein sagen im Beruf sehr wichtig ist, muss man lernen. Dazu muss man aber auch in einer starken Position sein.
Funfact in Hamburg soll nun einfach die Arbeitswoche von Beamten auf 41 Stunden erhöht werden. Das so dermaĂen ironisch und sorgt bestimmt fĂŒr noch mehr guten Lehrer NachwuchsâŠ
Ein Hauptgrund fĂŒr Privatschulen ist ja auch die Möglichkeit eben das SchĂŒler und Eltern Klientel aussuchen zu können.
Ich hoffe das meinst du nicht ernst.
Mein Bild von Lehrern/*innen ist derartig verschoben, dass ich keine neutrale Meinung mehr dazu haben kann.
Habe im Dating oder Hauspartys frĂŒher soviele Lehrerinnen/Lehrer getroffen, bzw. mich mit ihnen ĂŒber die Jobs unterhalten, dass ich teilweise nur mit dem Kopf schĂŒtteln konnte. Selbst wenn ich jetzt von Freunden wiedergespielt bekomme, habe ich keine hohe Meinung mehr von Lehrern/*innen.
Es gibt leider zuviele schwarze Schafe, die sich auf dem Beamtenstatus ausruhen und nicht fĂŒr den Beruf geeignet sind. Und die guten LehrkrĂ€fte versauen, weil sie mit Ăberarbeitung ins Burnout getrieben werden, weil sie viel zu viel Last auf ihren Schultern tragen mĂŒssen.
Wenn ich an meine vergangenen LehrkrĂ€fte zurĂŒckdenke⊠Da konntest 80% pĂ€dagogisch komplett in die Tonne kloppen können.
Ja aber du hast doch fast in jedem Beruf 80% AusfĂ€lle und 20% die ihre Arbeit gut machen. Ist fĂŒr mich kein lehrerspezifisches Problem.
In der DDR wÀren das alles Melker/innen geworden
Ja wĂŒrde mal den Hammer und die Sichel wieder auspacken aber mich fragt ja auch keiner.
Die sind aber nicht im Beamtenstatus.
So wie ich es mitbekommen habe, werden LehrkrÀfte nicht mehr prinzipiell mit 'nem Beamtenstatus ausgestattet. Den bekommt man spÀter/schwerer, or?