teh "sad story bro" thread

Und dann fangen nach Schließung die fleischfressenden Pflanzen an, rumzulaufen um auf Nahrungssuche zu gehen. Ne danke, du.


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Hallo zusammen,

muss tatsächlich etwas ausholen daher gibts unten einen tl:dr

Ende März hatte ich aus dem nichts wirklich starke schmerzen im unteren bereich des bauches auf der linken seite. Ich hab mir nichts weiteres dabei gedacht. Als über nacht die schmerzen immer schlimmer wurden, bin ich am nächsten morgen zum Arzt. Der hat dann ultraschall gemacht, blut abgenommen usw. und meinte ich soll erstmal ibu nehmen um die schmerzen zu lindern und wir warten ab, was das blutbild ergibt. am nächsten morgen hat er mich angerufen und meinte dass mein crp (?) wert über 150 liegt und man sofort mit einem breiten antibiotikum dagegen wirken sollte, da vermutlich im dickdarm eine entzündung ist. hab dann das antibiotikum genommen und nach 3-4 tagen waren die schmerzen schon deutlich besser, nach der antibiose vollkommen weg. ich war dann eine gute woche ohne beschwerden bis auf einmal der gleiche schmerz wieder kam nur deutlich schlimmer. also, wieder zum arzt wieder antibiotikum usw. er hat dann nochmal ein ultraschall gemacht und meinte es könnte eine divertikulose sein - er sieht aber nur einen kleinen bereich, was wohl nur auf einen divertikel hindeutet, ich sollte aber einen termin für ein ct ausmachen.

heute ist so wirklich der erste tag an dem ich wieder ohne schmerztabletten auskomme. einen termin fürs ct habe ich im september :frowning:

habe mich dann gefühlt durch xx google seiten gelesen und von „man lebt gut damit“ bis zu „ein stück darm wurde entfernt“ alles gelesen.

tl:dr:
entzündung am darm, 2x antibiotika, divertikulitis

leider kenne ich niemanden in meinem umfeld der sowas hat, gibts hier vielleicht leute mit der gleichen diagnose, bzw jemand in seinem umfeld und kann eventuell mir ein paar informationen geben wie es den leuten geht?

@Hanni eventuell? Oder gar @Marcel1907

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geh mal zum internisten und mach ne darmspiegelung und warte nicht bis september

Hätte auch eine Darmspiegelung gesagt…kann Darmmäßig gefühlt wieder alles sein. CT aber auch erstmal okay um ggf. andere Sachen auszuschließen

Das was du gesagt hast, Colitis, Morbus Crohn usw usw.

Lass mal bei deinem Arzt den Calcprotectin Wert bestimmen. Da kann man auch schon viel erkennen.

Hast du schleim oder Blut im Stuhl?

Wart das CT erstmal ab.

Nur durch Sonographie auf eine Divertikulitis zu schließen ist möglich, aber definitiv nicht eine garantierte Bestätigung dessen. Divertikulose ist normalerweise beschwerdefrei und auch unbedenklich. Denke daher dass du ersteres meintest.

Das Problem sind die doch eher unspezifischen Beschwerden mit Schmerzen im linken unteren Bauchraum. Das kann vieles sein, daher macht das CT am meisten Sinn um Differentialdiagnosen zu machen.

Sinnvoll ist halt bei Entzündungen die mit Magen-Darm zu tun haben sich auf Diät zu setzen für 2-3 Wochen, viel trinken und ganz langsam Kostaufbau nach der ersten Woche.

Es kann auch einfach sein,das irgendwelche Darmwindungen sich mehrfach blöd bei dir gelegt haben und du dann dadurch eine mechanische Reizung hattest die extrem unangenehm ist und sich das entzündet hat.

CPR sagt erstmal nur aus, dass du Entzündungen hast im Körper, aber nicht wo. Wobei hier halt naheliegend ist, dass es Darm, Magen, Milz oder Pankreas oder ähnliches ist.

Wirds denn jetzt progressiv besser bei dir, oder so lala?

Sonst irgendwelche Symptome? Fieber oder Leukozyten auffällig?

Wenn der Stuhlgang seltsam ist und du nix mehr drinnen behältst, dann wäre eine Spiegelung wohl mal sinnvoll.

also jeweils am ersten abend von der antibiose habe ich mich übergeben.
die schmerzen sind jeweils nach 3-4 tagen nach der ersten einnahme deutlich besser geworden. fiber hatte ich meistens nur abends etwas, aber nicht viel. stuhlgang war nie dünn, hatte aber oftmals das gefühl auf toilette zu müssen, ohne das was kam - hat sich aber auch normalisiert seit 2-3 tagen. heute bin ich das erste mal komplett schmerzfrei.

„Es kann auch einfach sein,das irgendwelche Darmwindungen sich mehrfach blöd bei dir gelegt haben und du dann dadurch eine mechanische Reizung hattest die extrem unangenehm ist und sich das entzündet hat.“

kann man dagegen etwas machen?

Dann klingt Divertikulitis aktuell am plausibelsten, wegen dem Fieber, den schmerzen links unten und den leichten Verstopfungen. Das passt ganz gut.

Auch, dass das Antibiotika bei dir anschlägt und eine Besserung bringt.
Einfach konsequent bis zum Ende einnehmen und Ernährung anpassen - weniger Ballaststoffe und viel Flüssigkeit.
Darm ist halt mega empfindlich und dauert einfach bis der sich erholt. Das kann von Person zu Person sehr variieren.

Sollte das nochmal auftreten, dann würde ich bissl Druck machen bzw. ein Termin mit Dringlichkeit haben wollen.

Als es mir den Magen und Darm zerschossen hatte hab ich über nen Monat geraucht bis ich komplett normal essen konnte ohne das ich mich übergeben oder direkt Durchfall hatte.

Edit: das mit den Darmwinden kann passieren und ist nichts ungewöhnliches. Das renkt sich normalerweise von selbst wieder ein und leichte Massagen (Kreisbewegungen) helfen da. Passt aber nicht so wirklich bei dir, wegen den anderen Symptomen.

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Danke Dir!

bezüglich Termin wiederhole ich mich vermutlich aber einfach mal bei Doctolib schauen, je nach Fahrbereitschaft scheint ein Abdomen CT (gehe ich jetzt mal von aus, da nicht näher spezifiziert) ist die Verfügbarkeit erstaunlich groß.
Könnte im Umkreis 100km mehrere Termine für morgen buchen.
Radprax in Münster kann ich empfehlen :D

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Ich hab in den letzten 12 Monaten 3x eine divertikulitis gehabt. Jedes Mal dann Antibiose und zusätzlich Schmerzmitteln. Das erste Mal als Infusion im Krankenhaus mit 2 Tagen Aufenthalt und die beiden mal danach dann eine erste Dosis intravenös und dann amoxicilin zuhause. Diagnose wurde jeweils durch Entzündungswerte und Ultraschall gesichert. Eine darmentzündung sieht man recht gut im Ultraschall (heller Ring um den Darm bedeutet entzündet). Auf Grund der Lokalisation der Schmerzen lässt sich das gut zuordnen. Es ist fast der Bereich das Dickdarms Richtung „Ende“. Also von dir aus linker Unterbauch.

Nachdem 2. mal hatte ich dann eine darmspieglung wo eben divertikel gefunden wurden, das sieht auf den Bildern aus wie kraterlöcher. Das ist auch der diagnostische Unterschied zu einer chronischen Entzündung, das sehen die dann auch

Ja, man kann dagegen nix machen Beim Auftreten, antibiose und Schmerzmittel, das wars. Du kannst aber deine Ernährung umstellen, damit es weniger oder nicht mehr auftritt. Wichtig ist hier eine ballaststoffreiche Ernährung und weniger Fleisch.
Ich persönlich esse seitdem alle 2 Tage 500g yoghurt welchen ich am Abend vorher mit 40gr Quinoa verrühre und dies über Nacht quellen lasse. Quinoa ist eines der ballaststoffreichesten Lebensmittel die es gibt. Seit dem ich das mache, hatte ich keine divertikulitis mehr (Fingers crossed)

Hab seitdem aber auch eine notfallration amoxicilin bei Reisen dabei. Falls es auftritt, dass ich reagieren kann.

Das mit den falsch liegenden darmwindungen ist Quatsch meiner Meinung nach, der dickdarm kann sich nicht einfach verheddern :smiley: zumal er mit mit der bauchraum verwachsen ist. Nur der Dünndarm ist „reaktiv“ frei

Was ich mittlerweile festgestellt habe, dass ich meinen Darm mehr wahrnehme, keine Ahnung ob man das so sagen kann. Ich spüre immer mal wieder ein kleines zwicken oder mehr Geräusche. Vlltnist aber auch einfach nur die Hexenjagd meines Kopfes der Angst vor nem erneuten auftreten hat

Das entfernen eines darmsegments ist die ultima Ratio und wird nur gemacht, bei gehäuftem Auftreten und wenn es chronisch ist

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Es ist genau das Gegenteil. Bei divertikulitis mehr Ballaststoffe, da es das Risiko am besten vermindert. Viel Flüssigkeit ist aber natürlich immer sinnvoll!

@Prime

Falls du wie ich bist und dir jetzt 100 schlimme chronische Krankheiten ausmalst die es sein könnten: Wenn das Antibiotikum anspringt, ist es ein gutes Zeichen, da es sich dann in irgendeiner Weise um eine bakterielle Entzündung handeln sollte und eher nicht um eine chronische Erkrankung oder Schlimmeres. Dazu passt auch der erhöhte CRP Wert und die Verbesserung der Symptomatik nach einigen Tagen. Abschließend kann dir das aber auch nur ein Gastroenterologe sagen :)

Naja… Mir hat bei einem Schub (Morbus Crohn) auch Antibiotika geholfen. Und sobald es wieder abgesetzt wurde ging es von vorne los.

Kann man so also nicht pauschal sagen…

Würde allein schon wegen Marcel1907 hier keine Darmprobleme thematisieren. No offense, aber da können ja nur Horrorgeschichten bei rumkommen.

Ich halt mich zurück :smiley: erst wenn Morbus Crohn diagnostiziert würde, dann könnte ich zumindest Tipps geben :smiley:

Hab ja da in die Richtung mittlerweile auch etliche Therapien durch… Viele davon schlagen auch echt gut an. Verlieren allerdings nach einigen Jahren die Wirkung weil der Körper dann Antikörper bildet.

Gott sei Dank gibt es mittlerweile so viele verschiedene Medikamente. Das ich da noch einige offen hätte :smiley:

Die ganze Spekulation ist sinnlos. Darmspieglung machen lassen und du hast den Nachweis. Ist nicht angenehm (eigentlich nur das abführen) aber ein quasi kaum invasiver Eingriff der Klarheit bringt

Achso dachte Internetforen wäre der Place to be für Diagnosen. Danke!

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Nur wenn man die Erwartung haben will, in naher Zukunft zu sterben oder super seltene Krankheiten zu haben :D

Jaja, als ich dich schon tippen gesehen habe dachte ich mir „OH NO“. :D Aber wenn ich Hufgetrappel höre, denke ich erstmal an Pferde und nicht an Zebras. Aber ja, kann wie gesagt am Ende nur der Gastroenterologe sagen :)