Vorab: Gibt’s hier Leute, die regelmäßig Sportwetten abschließen oder das früher gemacht haben? No shaming.
Höre gerade einen Podcast-Gespräch (Bulwark, obv. Video siehe unten) zum Thema Sportwetten. Ein Journalist des Magazins „The Atlantic“ durfte während der vergangenen NFL-Saison mit $10.000 des Verlags als Selbstexperiment drauf los wetten. Damit er, der sonst nichts mit Wetten am Hut hat, engaged ist, wurde vereinbart, dass Gewinne 50:50 geteilt werden.
Bin ja schon seit je her Gegner von Online-Glücksspiel, weil’s einfach der größte legale Betrug am Kunden Opfer ist und sofort europaweit verboten gehört.
Ähnliches gilt für Sportwetten. Weil’s imho langfristig dem Sport, den Sportlern und allen daran mittelbar Beteiligten sowie den nicht wettenden Fans schaden wird – den Wettern sowieso, die werden, genau wie die Glücksspieler gescammed.
In dem Gespräch sagt der Journalist bei etwa 20min, dass (bezogen auf die USA) die TV/Stream-Übertragungen der Spiele 20-30 Sekunden Delay haben – so weit, so wenig überraschend. Die Wettanbieter passen und offerieren ihre „Mikro-Wetten“ aber anhand von Echtzeitdaten an. D. h. die Leute wetten gegen jemanden, der die Zukunft kennt. Dafuq. Nie drüber nachgedacht. Warum auch, bin ja kein Sportwetter 
Dass Sportligen, Franchises und „Vereine“ so kurzsichtig wie raffgierig die Kohle gern mitnehmen, ist klar. Aber ob man sich von Katar sponsorn lässt oder bwin… beides auf seine Art verwerflich.


Gerade bei so Kleinkram in „kleineren“ Sportarten oder unterklassigen Ligen. Gelbe Karten im Fußball oder so. Und das Schlimme ist ja, selbst wenn eine fragwürdige Entscheidung einfach nur dumm, aber nicht mutwillig falsch war, schwingt doch (zunehmend) im Hintergrund mit, was wir hier so als Meme verwenden: der hat doch 'nen Schein offen! Deshalb meine ich, schadet es selbst den Zuschauern und Fans, die in dem Wett-Ding überhaupt nicht drin sind.