Nein, vorerst ja, ja, nein, nein
wir wissen aber alle, dass das jetzt der dritte versuch ist, oder?
Bei den ersten beiden VorschlĂ€gen hieĂ es doch im Grunde âGeiseln gegen eine temporĂ€re Waffenruhe, danach schauen wir mal und verhandeln weiterâ. Da ist doch der aktuelle VorstoĂ deutlich konkreter.
Auch wenn es natĂŒrlich viele GrĂŒnde zum Scheitern geben kann, klar
Okay. Also gibt es derzeit auch relativ wenig zu feiern.
Genau richtig. Dass die Bombardierung auf Gaza vorerst aufgehört hat, ist kein Grund zu feiern.
Wie Hilfen? Ich dachte wir gucken jetzt mehr aufs Geld und unterstĂŒtzen nur noch, wenn wir dabei selber Profit machen können. Entwicklungszusammenarbeit gibts nur noch, wenn es sich finanziell rechnet. Geschenkt wird nicht mehr Kollege. Deutschland braucht die Kohlen selber. Fahrradwege können die selber bauen
langfristig gibt es dort sowieso keinen frieden so lange nicht a) die palÀstinenser in ihrem eigenen oder einem gemeinsamen staat frei leben können und b) die smotriches und ben-gvirs, die von greater israel trÀumen, politisch keine rolle mehr spielen.
FĂŒr mich ist das eine temporĂ€re Erleichterung und kein Grund, jetzt die Sektkorken knallen zu lassen.
Die RealitĂ€t ist doch leider: Trump hat seinen Preis nicht bekommen. Also ist der Druck auf Israel vllt. morgen schon nicht mehr da und die Panzer rollen wieder. Wenn die Dinge, die ich gerade hinterfragt habe, dann alle mit âjaâ beantwortet werden können, kann man ernster hoffen.
Und c) keine extremistische Organisation wie die Hamas an der Regierung ist.
Absolut richtig, aber es geht ja erstmal um einen kurzfristigen Frieden.
Langfristig wird der Konflikt nicht leicht zu beheben, vor allem nicht mit Trump
es wird dort immer, teilweise auch extremistische, organisationen wie die hamas geben, die gegen israel kÀmpfen, so lange a und zunehmend auch b zutreffen. die gab es vor der hamas und ziemlich sicher wird es die auch nach der hamas geben, so lange es dort keine lösung gibt.
Leider richtig. Und es wird keinen eigenen oder gemeinsamen Staat geben, solange eine Organisation wie die Hamas an der Macht ist.
Das fasst den Konflikt ziemlich gut zusammen
Bitte Entspannung allerseits, Fox hat aufgeklÀrt
Trump has received several high-profile nominations since returning to office. However, the committeeâs deadline for nominations was Jan. 31, meaning he could be eligible for next yearâs prize.
c) hĂ€ngt aber nicht ausschlieĂlich von b) ab, sondern mĂŒssen sich beide fĂŒgen. Du betrachtest das leider immer ziemlich einseitig
Hoffe er hĂ€lt sich bis dahin mit öffentlichen Hinrichtungen etc zurĂŒck
Wenn ein Völkermord zu einem billigen Punkt im Culture-War und/oder Internet-Beef wird, dann hat man glaube ich komplett den eigenen moralischen Kompass verloren.
Zumindest gestern wurden noch Ziele im Gazastreifen durch Israel bombardiert. Die Gefangenen auf beiden Seiten sind noch nicht ausgetauscht und Familien noch nicht vereint. Im Gazastreifen wird weiter gehungert und es fehlt weiterhin an medizinischer Versorgung. Die Menschen im Gazastreifen leben mehr oder weniger auf einem Friedhof. Es gibt bewaffnete Gangs in Gaza die im Gegensatz zur Hamas und Israel kein Abkommen geschlossen haben.
Im Machtvakuum nach der Hamas droht jetzt schon der nĂ€chste Konflikt, dieser muss nicht gewalttĂ€tig werden, aber er könnte die palĂ€stinische FĂŒhrung lĂ€hmen. Ich hoffe Marwan Barghuthi kommt frei, und kann helfen die eigene Seite zu einen und einen dauerhaften Frieden herbeizufĂŒhren.
Die geleakten Papiere zeigen keinen ausverhandelten Friedensplan, sondern mehr oder weniger die von der Hamas seit einem Jahr angeboten Punkte fĂŒr eine lange Waffenruhe. Alle vorherigen Versuche waren leider nicht von langfristigem Erfolg. Ich bin positiv gestimmt, dass es dieses mal klappen könnte, aber ich bin noch in der abwarten und Tee trinken Phase.
Mal sehen ob Donald Trump diesen Frieden dauerhaft erzwingen kann. Nach dem Angriff auf Katar scheint er gewillt gewesen zu sein, dass dieser Konflikt endet. NatĂŒrlich hĂ€tte er dazu schon seit seinem Amtsantritt die Möglichkeit gehabt, aber sie bis dahin nicht genutzt. Es wĂ€re also grotesk gewesen, wenn er dafĂŒr einen Friedensnobelpreis bekommen hĂ€tte. Auf der anderen Seite ist es mir scheiĂ egal wer den bekommt.
/E: Ob es zu einem dauerhaften Frieden kommen kann, wird glaube ich an folgenden Punkten hĂ€ngen: Was passiert mit den Siedlungen im Westjordanland, haben geflĂŒchtete PalĂ€stinenser ein RĂŒckkehrrecht, ist der palĂ€stinensische Staat voll souverĂ€n (Import/Export, Bewaffnung, komplett eigenstĂ€ndige Polizei, eigene Infrastruktur fĂŒr Strom und Wasser)
Könnte man fĂŒr diese Punkte Lösungen und einen Zeitplan finden, dann könnte es etwas mit dem dauerhaften Frieden und der Zwei-Staaten-Lösung werden.
Danke, dass Du dir Zeit genommen hast so billig Polemik zu entlarven.
das problem an der hamas ist der extremismus und die vielen zivilen opfer, nicht, dass sie gegen israel kÀmpft.
israel hat genau so wenig ein recht, ohne gegenwehr gebiete zu besetzen und annektieren, wie russland das hat.
bevor die USA begonnen haben, praktisch gegen alle resolutionen ein veto auszusprechen, hat der sicherheitsrat 1968 auch schon angriffe der palĂ€stinenser (damals fatah, lange vor der hamas) auf israelisches militĂ€r fĂŒr legitim erklĂ€rt.
Ich glaube du verstehst nicht, dass die meisten gar nicht anzweifeln, dass die israelische Regierung ein groĂer Teil des Problems ist. NatĂŒrlich ist das so.
Aber wenn du in deinem Post fĂŒr die langfristige Lösung AUSSCHLIEĂLICH (!) die Schuld bzw. eine Handlung bei Israel siehst, ist das eben zu einseitig.
Das Problem ist das KrÀfteverhÀltnis und die fortlaufende Besetzung. Es wird nie Frieden geben solange die PalÀstinenser nicht selbstbestimmt leben können.
nicht ausschlieĂlich, aber praktisch schon. wer kann dort ĂŒberhaupt eigene entscheidungen treffen? es herrscht dort ein komplett lĂ€cherliches machtungleichgewicht.
auf der einen seite eine der stĂ€rksten armeen der welt, mit atomwaffen und zumindest in den letzten 2-3 jahrzehnten (bis vor ein paar monaten) ziemlich einseitiger, fast absoluter unterstĂŒtzung des westens, trotz stĂ€ndiger völkerrechtsbrĂŒche.
die palĂ€stinenser haben selbstgebaute raketen und nicht mal kontrolle ĂŒber ihre eigenen grenzen.
man könnte argumentieren, dass die bewaffneten palĂ€stinenser (betrifft ja nicht nur die hamas) einseitig zumindest ihre waffen abgeben könnten. das warâs dann aber praktisch auch.
aber angesichts der stetigen enteignung im westjordanland, dem gebiet der entwaffneten plo, die doch jeder mensch mit eigenen augen sehen kann, ist das ohne garantien und aussichten auf einen lösung des konfliktes eine komplett groteske forderung.
wenn ein teil der gegenseite einer entwaffnung zustimmt und dann enteignet und vertrieben wird, wird diese forderung eben in zukunft wenig begeisterung finden.