Krise in der Automobilindustrie

Ist doch eigentlich der Standard Zyklus in der Autoindustrie. Zumindest wenn ich meine Branchenfreunde frage. Es wird geheult über riesige bedrohende Krise-> Sparkurs → man verdient krass → Es wird geheult über riesige bedrohende Krise → Sparkurs → man verdient krass → Es wird geheult über riesige bedrohende Krise and so on.

Zwischendrin dann fette Subventionen.

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DAS IST DER WEG.

Erlebe die derzeitigen Abfindungen schon planloser irgendwie. Ich kenne Leute, die haben in Deutschland keine Hierarchie mehr, weil einfach alle drumrum und drüber gegangen sind. Und sehe Know How Träger, die einfach ein Vakuum hinterlassen. Also ja bla, jeder ist ersetzbar. Aber bislang gab’s da zumindest Menschen, an die Dinge übergeben wurden. Die Zahlen in den Medien sind glaube auch mehr als bei den Runden davor.

Am Ende wird man sich mit irgendeiner halbgaren Hybridkiste über Wasser halten, bis die AfD an der Macht das Comeback des Diesels einleitet oder man erfolgreich sämtliche EU-Ziele weglobbyiert hat.

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Riesiger Knall aus Wolfsburg! Volkswagen startet den größten Sparkurs seiner Geschichte. 60 Milliarden Euro müssen gespart werden, meldet das ManagerMagazin. Nach den Betriebsratswahlen werden voraussichtlich die nächsten Zehntausend Stellen gestrichen. 20 Prozent müssen die Kosten runter.

Gigantischer Kahlschlag: Vorstandschef Oliver Blume und Finanzchef Arno Antlitz wollen die Kosten im gesamten Konzern bis 2028 um 20 Prozent senken. Angesichts schwacher Renditen, hoher Investitionen und massivem Wettbewerbsdruck aus China steht jeder Bereich auf dem Prüfstand. Selbst Werksschließungen werden intern diskutiert und auch Entwicklung, Material und Verwaltung geraten ins Visier.

Finanzieller Ausnahmezustand: Fast 260 Milliarden Euro Finanzschulden lasten auf dem Konzern und die Ratingagentur droht mit einer Abstufung. Sechs Milliarden Euro zusätzliche Liquidität konnten kurzfristig organisiert werden, doch das ändert nichts an den strukturellen Problemen. Die Gewinnschwelle muss sinken, sonst droht eine weitere Erosion der operativen Marge.

Standort unter Druck: Investitionen von 160 Milliarden Euro für fünf Jahre gelten plötzlich als zu hoch. Parallel laufen bereits massive Stellenabbauprogramme bei mehreren Marken. Nach den Betriebsratswahlen dürfte der nächste harte Einschnitt folgen und die Belegschaft spürt, dass dieser Sparkurs erst am Anfang steht.

Gut, dass die 6 Mrd. rechtzeitig gefunden und verteilt wurden.

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Macht es halt nur noch lächerlicher, wenn auch nicht wirklich überraschend alles. Werde mir nie im ganzen Leben einen Neuwagen aus der Volkswagen AG zulegen.

Und ehrlicherweise gehts ja eigentlich in allen Konzernen so zu. Ein individueller Boykott verschafft mir aber zumindest ein gutes (oder zumindest kein schlechtes) Gefühl :clown_face:

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Zum Glück wurde das Verbrenner-Aus verschoben, damit man die Benzin-Kuh noch reiten kann. Das wird den Konzern wieder ins auf die Bahn bringen

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Haha na ja die schrottigen E-Autos ausm VW Konzern werden sie ja auch eher nicht retten =D

Wie so Lemminge dem Elon und seinen Schrott-Bedienkonzepten hinterhergerannt.

darf ich eine OT frage stellen? sonst bitte löschen :)

könnt ihr aktuelle e-modelle iwas empfehlen? ~golf größe und idealerweise 800volt technologie - da gibts leider nicht viel… überlege auf den 3er neue klasse zu warten, aber wie teuer der wird und wann der genau kommt, ist ja fraglich…

Das Geschäft der deutschen Autokonzerne ist doch insgesamt ok mit Ausnahme Chinas. Da geht nichts mehr und das quasi der gesamte Gewinneinbruch. Klar nicht nur, aber wenn man China ausblendet, dann ist der Unterschied ja nicht so groß. Vllt ist auch USA inzwischen deutlich, weiß ich grad nicht. Sowas erwähnen die Konzerne nur nie. Gelegentlich wird das Thema irgendwo aufgemacht, aber insgesamt wird ja das Bild gezeichnet, dass niemand mehr Autos kauft und erst recht keine E-Autos. Das stimmt ja nicht.

Das Problem ist, dass China bei den Ambitionen der Hersteller nicht auszublenden ist. Weil China jahrelang DER Markt war.

Die gesamte Entwicklung wahr absehbar und alle blieben untätig.

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Ioniq 5
Smart 5

Würde ich jetzt mal in den Raum schmeissen.
Preise musste selber mal durch den Konfigurator jeweils jagen.

Ja, es war DER Markt. Das hat man halt verkackt und da gibts auch keinen Weg mehr zurück. Man hat es ja auch kommen sehen, nur nicht wahrhaben wollen.

Welchen Weg gibt es denn auf einem Markt in einem Land mit unter Umständen extrem protektionistischen Zügen zu bestehen? Man hat sich halt für „Eine Zeit lang machen wir da Überrenditen“ entschieden und ist das strategische Risiko des „Know-How Drains“ eingegangen. Ich hoffe niemand der Auto Manager dachte, das würde in China auf ewig so weiterlaufen. Bei der dort sichtbaren Arroganz wäre es aber auch nicht verwunderlich.

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Das ist das Problem… es ist den damaligen Managern einfach egal gewesen. Die haben die Renditen eingefahren und ordnetlich abkassiert. Die verwantwortlichen wussten das haargenau. Davor wurde bereits in den frühen 2000ern gewarnt. Da die damaligen verwantwortlichen aber auf generationen ausgesorgt haben und eh keine Verwantwortung für zukünfitge entwicklung tragen mussten lebte es sich mit dem Motto „who cares“ halt besser.

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ja sure. Intern war eigtl immer klar, dass es eng wird, wenn China wegfällt. Aber sowohl Management als auch Shareholder finden halt schnellen Profit cooler als langfristiges überleben. Die Kuh wird so lange gemolken, bis sie umfällt

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Ist doch geil einfach. Wenn ich ein Auto hätte würde ich jetzt erstmal zur Feier des Tages auf die BAB knatterN.