Paul hat das anfangs eigentlich recht schlau gemacht: viel in Bewegung und wenn es Ärger gab schnell auf Joshuas schwache Seite auf’s Vorderbein abgeduckt, um mehr Schaden zu entgehen. Hat nur nicht ewig geklappt, weil ihm irgendwann die Puste ausging und AJ mehr in den Kampf fand (oder absichtlich endlich den Fuß von der Bremse nahm). Gab auch ein paar wenige Momente, wo Paul so tat als wäre er angeknockt, nur um überraschend mit seiner Overhand Right zurückzukommen. Traf meine ich sogar einmal ganz gut, nur nicht mit genug Wumms dahinter, um so einen Riesen wie Joshua zu fällen.
Für Werbepartner lief der Fight lange genug, Joshua muss sich anhören lassen, warum es so lange dauerte, während er für den einfachsten Gegner seiner Karriere einen zweistelligen Millionenbetrag kassiert, und Paul kommt mit erhöhtem Ansehen aus der Sache raus, nachdem er „endlich“ einen echten aktiven Boxer vor die Flinte bekam. Eigentlich für alle Seiten ein guter Deal, nur bei Netflix muss man gucken, ob sich die hundert an Millionen dafür wirklich gelohnt haben.