alter verwalter. das ist so unfassbar.
Nach jeweils fünf Wochen in Thailand und Neuseeland wollen Charlotte Pohl und Maria Lepère Mitte März ihre Weltreise auf Hawaii fortsetzen und anschließend nach Los Angeles und Costa Rica weiterfliegen. Doch dort kommen die beiden Rostockerinnen nicht an. Nach der Landung aus Auckland endet ihr USA-Trip auf der Pazifikinsel im Gefängnis.
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Die US-Behörden verweigern der zu diesem Zeitpunkt noch 18-Jährigen und ihrer 19 Jahre alten Freundin Charlotte Pohl auf Hawaii die Einreise, obwohl sie die erforderliche ESTA-Genehmigung (Elektronisches System zur Reisegenehmigung) haben. Nach stundenlanger Wartezeit, Arrest und Einzelverhören erfahren die Mädchen: Einreise abgelehnt, sie werden abgeschoben.
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Über den Grund für die Abschiebung rätseln die beiden Abiturientinnen, die letztes Jahr am Christophorus-Gymnasium ihren Abschluss gemacht haben, auch knapp drei Wochen danach noch. „Sie fanden es verdächtig, dass wir nicht für die ganzen fünf Wochen auf Hawaii komplett unsere Wohnsituation durchgebucht hatten“, sagt Charlotte Pohl. „Wir wollten spontan reisen. So wie wir es in Thailand und Neuseeland auch gemacht hatten.“
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Demnach berechtige eine ESTA-Genehmigung oder ein US-Visum nicht in jedem Fall zur Einreise in die USA. Die finale Entscheidung liege bei den amerikanischen Grenzbehörden, betonte das AA.
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Als die Verhörprotokolle unterschrieben sind, klicken irgendwann die Handschellen. Die Hände hinter dem Rücken gefesselt, werden die beiden mit dem Auto in ein „Center“ gebracht, wie die Sicherheitsleute sagen. Abschiebehaft, bis am nächsten Tag ihr Flug der Hawaiian Airlines nach Tokio starten würde. „Zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass es ein Gefängnis ist“, sagt Maria Lepère.
„Wir wurden mit Metalldetektoren abgetastet, der ganze Körper wurde gescannt, wir mussten uns nackt vor den Polizistinnen hinstellen und wurden durchgeguckt“, berichtet Charlotte Pohl. „Dann haben wir grüne Gefängniskleidung anbekommen und wurden mit Schwerkriminellen in einen Gefängnisraum gesteckt.“
Sogar eine seit 18 Jahren inhaftierte Mörderin sei unter den Frauen gewesen. Das habe ihnen eine Niederländerin erzählt, die sie „unter ihre Fittiche genommen“ habe.
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In einem Gemeinschaftsraum gibt es Abendbrot, doch gegessen haben die Rostockerinnen nichts. „Das Essen bestand aus zwei Toastscheiben und abgelaufenem Käse. Der Guard hat uns gewarnt: ‚Esst den Käse auf keinen Fall!‘“
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Teil der Reisepapiere waren die von ihnen unterschriebenen Verhörprotokolle. „Da standen Sätze drin, die wir so gar nicht gesagt haben“, sagt Charlotte Pohl. „Die haben es so hingedreht, dass wir zugegeben hätten, dass wir illegal in den USA arbeiten wollen.“
Zusammenfassung
vom grad der willkür bin sogar ich, als ehemaliger rm-mod, überrascht.
bei denm beiden ging es ja zum glück schnell mit der abschiebung, aber stell dir mal vor, du sitzt länger in dem knast.

