Der Russlandvergleich ist doch nur unglücklich und vernebelt deinen Punkt, dass du die gleiche Empathie auch für jüdisches Leben einforderst
Ich glaube es gibt eine Empathielosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber jüdischem Leben in teilen einer politischen Linken, die auch hier im thread sichtbar wird. Aufgrund der humanitären Katastrophe in Gaza und der Staatenlosigkeit der Palästinenser, wird über die Folgen des 7.10. hinweggesehen. Sie haben aber die genozidalen Absichten der Hamas nicht nur Rhetorik sein lassen, sondern spürbar werden lassen. Die humanitäre Katastrophe in Gaza durch israelische Kriegsführung, hat Folgen für jüdisches Leben weltweit und ist vielleicht auch Kalkül der Hamas. Gleiches Problem gibt es in der Rhetorik des iranischen Regimes in Kombination mit dem Anstreben von Atomwaffen.
Wenn man dafür keine Sprache findet, findet man sich in einem binären Gut-Böse-Narrativ wieder, wie der thread ja eindrucksvoll zeigt. Man schafft es hier in dem thread nicht mal ansatzweise die Schwierigkeiten und Dilemmata des Konflikts sichtbar zu machen. Dieses Probleme hätte übrigens jede Regierung Israels. Man muss also kein Unterstützer einer religiös-nationalistischen Regierung Netanjahus sein, um das anzuerkennen.
Und obwohl ich das schreibe, kann ich gleichzeitig die israelische Regierung und Kriegsführung kritisieren. Ich kann trotzdem gleichzeitig Empathie empfinden für die Zivilbevölkerung in Gaza mit all den Opfern und wo es zwischen Hamas und der israelischen Kriegsführung nur Zerstörung und keine Perspektive gibt. Ehrlicherweise klingt meine Empathie hier erbärmlich und ich hoffe, dass es im Iran eine bessere Lösung und einen Ausweg aus dem Konflikt insgesamt gibt